Aquarelle sind seine Spezialität. Im vergangenen Jahr hat der Künstler Alexander Offenbächer seinen 90. Geburtstag gefeiert.
Aquarell-Gemälde geben Künstlern keine zweite Chance. Korrekturen sind unmöglich. Die nasse Farbe muss mit gewisser Geschwindigkeit aufs kostbare Büttenpapier.
„Aquarelle leben vom Abenteuer und von der Emotionalität rasch aufgetragener Farben“, sagt Alexander Offenbächer.
Offenbächers Spezialität sind Aquarelle – häufig Landschaften, Stillleben und Stadtansichten. In diesem Jahr hat der aktive Maler seinen 90. Geburtstag gefeiert. Zur Frage nach der ruhigen Hand sagt der Recklinghäuser: „Die verdanke ich meinen Genen.“
Zur Zukunft meint er: „Was die Schaffenszeit angeht, möchte ich Tizian überholen. Der hat bis an sein Lebensende gemalt.“ Angaben zum Alter des Renaissance-Malers sind widersprüchlich und reichen von 88 bis 103 Jahren. „Erstmal male ich bis zum Hundertsten. Dann schaue ich weiter.“
Der gebürtige Serbe ist Autodidakt. Zu seiner Vita gehören Ausbildungen und Tätigkeiten als Modellbauer, Dekorateur und technischer Zeichner. Im Trauzimmer des Rathauses hängen zwei seiner Gemälde, darunter eine Ansicht vom Erlbruch-Park aufs Rathaus. Geschätzt war Alex Offenbächer auch bei Ausstellungsmachern der Kunsthalle Recklinghausen. Und gefragt war seine Kunst, wenn Unternehmen wie die damalige Kreissparkasse ihre Räume ausstatteten.
Josef Stalin am Zaun
Erste öffentliche Spuren hinterließ der damals 14-Jährige in seiner Heimatstadt Novi Sad. Dort verewigte er den Diktator Josef Stalin mit einer Kreidezeichnung auf einem Zaun. Außerdem war und ist er für karitative Projekte ansprechbar – etwa für das Hospiz zum heiligen Franziskus oder für die Charity-Gemeinschaft „Bürgertraber“ im benachbarten Herten. Zuletzt plante er Spielplätze und Außenanlagen: von 1972 bis zu seiner Rente im Jahr 1994 im Rathaus Recklinghausen.